Das Flair der Epoche
Eine Reise auf den Spuren der Regency-Zeit
I. Eine Sehnsucht nach der Epoche
Von Jane Austen bis Bridgerton
II. Die Faszination der Zeit
Romantik & Etikette des Empire
III. Die Tradition des Balls
Auf fürstlichen Pfaden seit 2012
IV. Musikalische Meisterwerke
Die Virtuosen unserer Gesellschaft
V. Von Tanzengeln & Stützen
Ein zutiefst persönlicher Dank
VI. Fürth: Unsere Bühne
Architektur & Englische Gartenkunst
I. Eine Sehnsucht nach der Epoche
Es ist eine unbestreitbare Wahrheit, dass die geistreiche und überaus feinsinnige Welt der Jane Austen die Herzen unzähliger Bewunderer seit Jahrzehnten gefangen hält. Spätestens seit dem farbenprächtigen Aufstieg der Bridgerton-Chroniken ist diese Faszination vollends in der gesellschaftlichen Gegenwart angekommen. Aus dem Boden schießende Festlichkeiten versuchen seither, das unvergleichliche Flair von Orten wie Bath, Lucca oder auch Eichstätt zu verströmen, um uns allen jenes süße Eintauchen und Sich-Verlieren in der Regency-Epoche zu ermöglichen.
II. Die Faszination der galanten Epoche
Doch was genau macht das Regency und das Empire aus? Warum ist diese Epoche gerade in unseren Tagen so unwiderstehlich faszinierend? Womöglich erkennen wir uns in den schicksalhaften Figuren vor dem dramatischen Hintergrund der Napoleonischen Kriege selbst wieder.
Oder ist es vielmehr eine insgeheime Sehnsucht nach der haltbietenden Strenge der damaligen Etikette? In einer schnelllebigen Zeit vermissen wir vielleicht das stilvoll zurückhaltende Werben, das feine, ungesprochene Spiel der Blicke und jenes frühromantische Schwelgen, welches dieser galanten Epoche ihre unsterbliche Seele verleiht.
III. Auf fürstlichen Pfaden: Die Tradition
Unser eigener Jane Austen Ball blickt mit Stolz auf eine lange und überaus glanzvolle Tradition zurück, deren feierlicher Auftakt bereits im Jahre 2012 stattfand. Begonnen in Nürnberg, führte der Weg über die kultivierten Säle von Erlangen und Ansbach schließlich nach Eichstätt. Dort, vor einer wahrhaft schillernden Kulisse, wandelten wir auf den Spuren der Herzöge von Leuchtenberg. Es war ebendiese Residenz, die einer bayerischen Prinzessin und dem Stiefsohn Napoleons – den gestürzten Vizekönigen von Italien – einst als prachtvolle Zuflucht und neue Heimat diente. Ein würdevollerer Rahmen für einen historischen Ball lässt sich kaum ersinnen.
IV. Musikalische Meisterwerke der Gesellschaft
Dass dieses Unterfangen zu solch einer Größe und Anmut heranwachsen durfte, verdanken wir nicht zuletzt der frühen, prägenden Zusammenarbeit mit den Pemberley Players aus Liverpool. Es ist mir eine große Ehre, dass wir noch immer auf die wundervollen Rekonstruktionen und Noten ihres Leiters David Williams tanzen dürfen.
Und wie überaus bezaubernd ist es, dass dieses Erbe nun durch die Zusammenarbeit mit dem reizenden Pemberley Ensemble unter der Leitung der talentierten Vroni Schnattinger fortgeführt wird, welches uns in Eichstätt bereits seit drei Jahren mit beschwingter Virtuosität über das Parkett gleiten lässt.
V. Von Tanzengeln und einer unschätzbaren Stütze
Es gab Tage, an denen ich beinahe das Aus dieses großen Balles befürchtete. Doch wie reizend und warmherzig wurden wir in Eichstätt aufgenommen! Diese unermüdliche Fortführung verdanke ich von Anbeginn der tatkräftigen Unterstützung meiner studentischen Helfer, meiner wahren "Tanzengel".
Mein tiefster und weitreichendster Dank jedoch gebührt meiner lieben Frau Tanja. Seit unserer Heirat – vollzogen in der entbehrungsreichen Zeit der Corona-Wirren – stützt sie mich mehr als nur tatkräftig und erträgt mit bewundernswerter Contenance die Wirren meines kreativen Schaffensdrangs. Ohne sie wäre dieses prächtige Werk kaum denkbar.
VI. Fürth: Die Bühne unserer Gegenwart
Nun richten wir den Blick auf unsere Heimatstadt Fürth, die uns mit dem traditionsreichen Alten Eichamt und der ehrwürdigen Helmhalle des Schliemann-Gymnasiums so hervorragende Räumlichkeiten für unsere Workshops bietet. Fürth trat 1806 mit dem Fall der Reichsstadt Nürnberg aus dem Schatten der Geschichte und offenbarte mit der ersten Eisenbahnlinie zwischen Nürnberg und Fürth endgültig seine moderne wirtschaftliche Macht.
Wer heute durch die Innenstadt wandelt und im englischen Landschaftsgarten des weiten Stadtparks promeniert, spürt sogleich, dass dies die vollkommene architektonische und natürliche Kulisse ist, um die Eleganz vergangener Zeiten aufs Neue aufleben zu lassen.