Das Flair
der Veille de Nuit

Nächtliche Stadtführung in Gewandung

Silhouette von Jane Austen

I. Zur Nachtruh:
Die abendliche Stadtführung in Gewandung


Silhouette von Jane Austen

II. Die Stadt bei Nacht
und das süße Geheimnis der Dunkelheit


Silhouette von Jane Austen

III. Im Schutze des Mantels:
Abendgarderobe & Pelisse


Silhouette von Jane Austen

IV. Der Wächter der Nacht


Silhouette von Jane Austen

V. Eine unbedingte Mahnung:
Wahrt das Feuer und das Licht!



I. Zur Nachtruh:
Die abendliche Stadtführung in Gewandung


Mit dem Herabsinken der Dämmerung
wird es auf die charmanteste Weise Ernst:
Der Vorabend unseres großen Balles ist angebrochen.
Diese nächtliche Stadtführung unter der Obhut des Nachtwächters
soll unsere Sinne auf das bevorstehende Ballereignis einstimmen
und uns anregen, von rauschenden Tänzen
im Spiegelsaal zu träumen, bevor wir uns zur Nachtruhe begeben.


II. Die Stadt bei Nacht
und das süße Geheimnis der Dunkelheit


Wenn die Sonne über den barocken Giebeln und Rokoko-Fassaden
längst gewichen war und die Bürger der Residenzstadt
sich zur Ruhe begaben, veränderte sich das Gesicht Eichstätts
auf zauberhafte Weise. Doch warum sollte sich eine Dame
oder ein Gentleman der Regency-Zeit den Ungewissheiten
der nächtlichen Gassen aussetzen?
War es die späte, freudvolle Heimkehr von einem Divertissement,
einem Whistabend oder gar ein diskretes Stelldichein
im Schatten der fürstlichen Palais?

Vielleicht führte der Weg auch
zu einer jener geheimnisvollen Zusammenkünfte:
Gerade hier, im Spannungsfeld zwischen
den alten Jesuitenkollegien und den Zirkeln der Illuminaten
und Aufklärer, begegneten sich tiefes Wissen
und der Drang nach geistiger Erneuerung.
Ein wohlbedachter Spaziergang zu nächtlicher Stunde bot
Raum für tiefgründige Gedanken und anregende Diskurse
fernab des höfischen Protokolls.


III. Im Schutze des Mantels:
Abendgarderobe & Pelisse


Wer in den Tagen Jane Austens des Nachts
durch die kühlen Gassen wandelte, tat dies stets wohlbehütet
und elegant gewandet. Die Damen hüllten sich in wärmende Pelisses,
elegante Capes oder feine Wollschals über den zarten Empire-Kleidern,
während die Herren im schweren Reitmantel (Carrick)
oder Gehrock mit hohem Kragen und Zylinder dem Nachtwind trotzten.
Ein edles Auftreten, das die Kälte abhielt
und zugleich die Anmut der Trägerin und des Gentlemans
im Laternenschein zur Geltung brachte.


IV. Der Wächter der Nacht


Wenn alles schlief, lag das Wohl der Stadt in den Händen der Nachtwächter.
Ihre Pflicht war es, mit Argusaugen darüber zu wachen,
dass kein Feuer ausbrach und die Stille der Nacht gewahrt blieb.
Begleiten Sie unseren wachsamen Nachtwächter, wenn er –
ausgerüstet mit Hellebarde, Horn und Laterne –
seine traditionsreiche Runde durch das historische Eichstätt dreht
und unserer geschätzten Gesellschaft sicheres Geleit gewährt.


V. Eine unbedingte Mahnung:
Wahrt das Feuer und das Licht!


Ein Wort der Vernunft muss an dieser Stelle
jedoch den romantischen Geist zügeln. Der alte Ruf der Wächter –
„Wahrt das Feuer und das Licht, dass dem Haus kein Leid geschicht!“ –
gilt für unsere Festgesellschaft ganz besonders.
Aus der Erfahrung früherer Zusammenkünfte bitten wir Sie inständig:
Verzichten Sie auf echte Fackeln
oder offene Kerzen in Ihren Laternen!

Die feinen Stoffe historischer Gewandungen, Spitzen
und Schals fangen weitaus schneller Feuer,
als ein galanter Kavalier eingreifen könnte.
Greifen Sie stattdessen bitte ausschließlich
zu sicherem, elektrischem Kerzenschein, auf dass wir alle unbeschadet
und in vollkommener Frische den großen Balltag
am nächsten Morgen begrüßen können.