Das Flair des Workshops
Die Tänze und den Bon Ton um 1800 lernen und verstehen
I. Einladung zu einer Woche
der galanten Tanzkunst
II. Die Tänze der Regency-Zeit um 1800
III. Der historische Sitzungssaal
im Rathaus Eichstätt
IV. Die Kunst des Tanzens:
Von der Übung zur Anmut
V. Das Woher und Warum verstehen
VI. Wahres Taktgefühl und der Mut zur Begegnung
I. Einladung zu einer Woche
der galanten Tanzkunst
Gibt es ein schöneres Vergnügen, als sich für eine Festwoche
ganz der erhabenen Kunst des Tanzes hinzugeben?
Nichts vertreibt den Alltag eleganter und belebt die Sinne rascher,
als den Geist mit anmutigen Figuren
und den Körper mit zierlichen Schritten zu fordern.
Haben Sie nicht schon oft den Wunsch gehegt,
in die feinsinnige Welt der Jane Austen und des Empire einzutauchen?
Diese gemeinsamen Tage rüsten Sie mit allem aus,
was Sie benötigen, um künftig auf den glanzvollsten Bällen
mit vollendeter Eleganz und Sicherheit zu brillieren.
Eichstätt – jenes unvergleichliche Juwel des Rokoko –
bietet uns mit seinen Prachtbauten die denkbar schönste Bühne,
an der wir stets mit großer Herzlichkeit empfangen werden.
Schon in den Tagen um 1800 waren die Contredanses
in den Ballsälen von Bath bis London der Inbegriff der Geselligkeit.
Wie die Romane von Jane Austen und die Chroniken jener Zeit bezeugen,
sorgten diese Tänze bei festlichen Gesellschaften ebenso
wie im vertrauten Kreis für vortreffliches Amüsement
und das zarte Band der Annäherung bis tief in die Nacht.
Da bei uns die reine Freude an der Begegnung im Mittelpunkt steht,
habe ich ein erlesenes Repertoire der schönsten Tänze für Sie arrangiert.
Wir erarbeiten uns behutsam die grundlegenden Schritte
und Footing-Figuren bis hin zu schwungvollen Raumwegen
und anmutigen Sets. So erschließt sich auch Einsteigern
das gesamte Programm des Großen Balles mühelos.
Selbstverständlich ist auch jene Gesellschaft herzlich willkommen,
die allein den Unterricht zur Vorbereitung genießen möchte.
II. Die Tänze der Regency-Zeit um 1800
Das Repertoire unserer Ballvorbereitung schöpft
aus der Blütezeit zwischen 1770 und 1820.
Wir widmen uns den beliebten Duple Minors und Triple Minors,
festlichen Cotillons und lebendigen Quadrillen der Epoche.
Dabei verbinden wir die anmutige Leichtigkeit englischer Country Dances
mit den distinguierten Figuren der kontinentalen Salons.
Um das Programm für jedermann zugänglich
und zugleich historisch fundiert zu gestalten,
begleitet Sie Ihr Maître de Danse Schritt für Schritt
durch die Choreografien, sodass die Tanzfiguren
auf dem Ballabend ganz natürlich und entspannt gelingen.
III. Der historische Sitzungssaal
im Rathaus Eichstätt
Wo die Geschicke der Stadt gelenkt werden,
widmen wir uns der musischen Bildung. Das historische Rathaus
mitten am Marktplatz birgt in seinem Inneren ein echtes Kleinod:
Einen Festsaal mit einer formvollendeten, filigranen Rokoko-Stuckdecke.
Dieses Meisterwerk handwerklicher Eleganz atmet den Geist
vergangener Jahrhunderte und bietet den authentischsten
und inspirierendsten Rahmen für unseren Workshop.
Große Fenster zum Marktplatz durchfluten das Parkett
mit hellem Tageslicht und schaffen eine Atmosphäre,
die Konzentration, Leichtigkeit und Würde vereint.
In den Pausen lockt das traditionsreiche Café Zum Paradeis
gleich nebenan – denn das ist der unverwechselbare Zauber
von Eichstätt: Alles liegt in bequemer Laufweite.
IV. Die Kunst des Tanzens:
Von der Übung zur Anmut
Wenn es um die Vermittlung dieser Tänze geht, feilen wir
im Unterricht intensiv an Schritten, Haltung und Raumwegen,
bis Ihnen die Touren mühelos in Fleisch und Blut übergehen.
Diese genaue Einstudierung hat einen überaus reizvollen Grund:
Nur wer die Figurenfolgen verinnerlicht hat,
kann am Abend des großen Balls jene unbeschwerte Leichtigkeit,
den feinen Humor und die Souveränität ausstrahlen,
die die Regency-Welt auszeichnet. Die konzentrierte Vorbereitung
am Tage ist das sichere Fundament für das befreite,
glanzvolle Tanzen in der Ballnacht.
V. Das Woher und Warum verstehen
Es genügt nicht, bloß Schrittabfolgen zu wiederholen.
Wir ergründen im Kurs stets auch das Woher und Warum.
Wir leiten unsere Haltung direkt aus den Tanzlehrbüchern
um 1800 ab und betrachten die feinen gesellschaftlichen Konventionen
der Regency-Gesellschaft.
Ein Country Dance oder Cotillon war zur Zeit Jane Austens
weit mehr als bloßer Zeitvertreib. Er war ein subtiler Spiegel der Etikette,
eine stumme, aber beredte Konversation
und das eleganteste Mittel der Galanterie.
Wer diese Zusammenhänge versteht und in seine Bewegung einfließen lässt,
führt nicht nur Schritte aus – er erweckt die Epoche
zu wahrhaftigem Leben.
VI. Wahres Taktgefühl
und der Mut zur Begegnung
Das eigentliche Herzstück dieser Tanzkultur ist das Taktgefühl –
in seiner reinsten, doppelten Bedeutung.
Es verlangt die Hingabe an die Musik, das aufmerksame Hinhören
und das harmonische Verschmelzen mit den beschwingten Rhythmen.
Ebenso unverzichtbar ist das achtsame, höfliche Miteinander
in der Tanzgasse.
Ein historischer Tanz ist niemals eine isolierte Vorführung.
Er ist ein kostbarer, geteilter Moment der Gemeinschaft und Zweisamkeit.
Lösen Sie den Blick vom Parkett, schenken Sie Ihrem Gegenüber
ein offenes, aufrichtiges Lächeln
und suchen Sie die Augen Ihres Tanzpartners.
Erst wenn wir diesen echten Kontakt zulassen
und alle Scheu ablegen, entfaltet der Bon Ton der Regency-Ära
seinen ganzen, unnachahmlichen Zauber.